Donnerstag, 14. April 2011

Formschwankungen

Kleiner Rückblick:

Am Samstag lief ich den 35 km Long Jog mit 6 km Endbeschleunigung. Auch diesmal habe ich die Endbeschleunigung wieder in 4:34 min/km geschafft, was deutlich schneller als mein Marathonrenntempo (MRT) ist. Im RunnersWorld-Forum erfuhr ich darauf, dass wohl die meisten Läufer, die nach einem Plan von Peter Greif trainieren, dies schaffen. Im Schnitt schafft man 5 bis 10 Sekunden pro Kilometer schneller.

Das hat mich dann schonmal soweit beruhigt.

Am Sonntag habe ich dann statt eines Regenerationslaufs ein paar Spaziergänge gemacht, nach laufen war mir nicht wirklich.

Dafür waren am Montag dann meine Beine zu: Eigentlich dachte ich, dass ich den 18 km Tempodauerlauf (TDL) wieder in rund 4:30 min/km schaffe (die Woche zuvor: 17 km in 4:29 min/km). Doch meine Meine waren schwer wie blei.
Mit Müh und Not habe ich eine 4:40 min/km rausgequält. Dort, wo es im Stadtpark das lange Stück abwärts geht und man eigentlich Vollgas geben kann, schaffte ich es auch nach 14 Kilometern nicht wirklich, zu beschleunigen. Stattdessen fiel dort mein Puls immer unter 150 Schläge ab (81%). Mein Durchschnittspuls der gesamten Tempoeinheit lag dann auch nur bei schlaffen 151 (82%).
Die schlechte Leistung habe ich auf zwei Faktoren zurückgeführt:
  1. Zu wenig Schlaf in der Nacht zuvor (nur viereinhalb Stunden)
  2. Das harte Training der Vorwoche inkl. des 35 km Laufs am Samstag
  3. Die ungewohnt hohe Temperatur: 19° Celsius waren es, obgleich ich erst gegen 19 Uhr startete
So beschloss ich, den Tag abzuhaken und auf Mittwoch zu hoffen. Ich ging früh ins Bett und schlief 10 Stunden durch.

Am Dienstag war kein Sport, dafür am Abend ein Live-Konzert von NOFX in den Hamburger Docks. Nach dem Konzert hatte ich vom vielen Stehen extrem dicke und schwere Beine.

Am Mittwoch hatte ich immer noch ziemlich viel Wasser in den Füßen, besonders der rechte Fuß sah übel aus: der Knöchel war nicht mehr zu erkennen.
Ich recherchierte ein wenig im Internet und kaufte mir daraufhin Brennessel-Tee zur Entwässerung. Vorher wollte ich aber noch laufen, und so legte ich mich erstmal 30 Minuten auf's Sofa, und die Beine dabei hoch. So konnte die Schwellung zumindest ein bisschen zurückgehen.

Mit wenig Hoffnung und eigentlich auch schon recht müde lief ich los. Das Wetter war wieder auf 9° Celsius abgekühlt, zudem blies ein kräftiger und kalter Wind.

Nach gut 2,5 km Warmlaufen starteten meine Intervalle. Das Programm hieß "Treppe runter" und bestand aus 4.000m, 3.000m, 2.000m und 1.000m mit jeweils kleiner Trabpause (1.500m, 1.000m und 500m). Das Solltempo lag bei 4:33 min/km, und für die letzten 1.000m stand "Vollgas" im Plan.

Doch schon auf den ersten Kilometern merkte ich, dass ich ungemein Druck hab und richtig Gas geben konnte. Völlig ungläubig legte ich den ersten Kilometer der ersten 4.000m in 4:09 Minuten zurück. Ich hatte Blut geleckt und wollte mich nun nicht mehr ausbremsen, und schaffte es, das Tempo über die volle Distanz zu halten: 4.000m in 16:35 Minuten standen am Ende zu Buche.
In den folgenden 3.000m und 2.000m Intervallen konnte ich das Tempo nicht mehr ganz halten, es fiel auf 4:12 min/km bzw. 4:13 min/km zurück.
Für die letzten 1.000m wollte ich aber nochmal alles geben und hoffte insgeheim auf eine Zeit von unter vier Minuten. Ich kam tatsächlich auf 3:59 Minuten! Die bislang schnellsten 1.000m in meinem Leben. :)

Vollgepumpt mit Endorphinen lief ich mich noch etwas aus und dann zurück nach Hause. Dort machte ich mir zur Belohnung einen Brennessel-Tee, der mich die ganze Nacht über auf  Trab hielt. Dafür sieht mein Fuß heute schon wieder relativ normal aus, und auch die Waage tendiert wieder in Richtung 74 kg. Ich werde den Tee noch eine Weile trinken und schauen, ob sich dadurch mein Wasserhaushalt wieder normalisiert. Wenn nicht, muss ich mal zum Arzt. ;)

Kommentare:

  1. Weisst du doch nicht! :P

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  2. 74 Kg??????????????? Alter Schwede, vor 2 Jahren wogst du noch 174 ! Ich wiege im übrigen auch soviel, aber bin ja auch doch ein ganzes Ende kürzer als du :-)

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  3. 73,4 kg heute morgen, bei 190 cm Körpergröße... ;)

    Leider noch 11% Körperfett, das muss ich auch noch auf 7% drücken. Wird aber hart, dafür esse ich noch zuviel Unrat. ;)

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  4. Körperfett ist wichtig wenn man mal strunzen-stramm auf dem Bahnhof übernachten muss, das sollte man nie ganz wegtrainieren!

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